RTS Bielefeld

Förderung

Alles Gute kommt von unten

Umfangreiche Förderung für alle, die ihre Raumwärme ökologisch aus erneuerbarer Energie anstatt mit fossilen Energieträgern erzeugen wollen

Die Bafa-Förderung für Wärmepumpen wird durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Verfügung gestellt: https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Antragsverfahren/antragsverfahren_node.html

Im Rahmen des Klima­schutz­programmes 2030 entwickelt die Bundes­regierung die Förderung für energie­effiziente Gebäude weiter. Die neue „Bundes­förderung für effiziente Gebäude (BEG)“ startet bei der KfW zum 01.07.2021: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Bundesf%C3%B6rderung-f%C3%BCr-effiziente-Geb%C3%A4ude/

Die Förderung für Wärmepumpen in der Modernisierung (Heizungstausch) wird nochmals verbessert. Der Fördersatz bleibt bei 35% bzw. bei 45 % wenn ein Ölkessel getauscht wird. Erfolgt die Maßnahme im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans gibt es zusätzliche fünf Prozentpunkte. Außerdem werden die maximalen förderfähigen Kosten auf 60.000 Euro pro Wohneinheit hochgesetzt. Bis Juli 2021 treten zunächst nur die BEG-Einzelmaßnahmen in Kraft, die sich allein auf die Modernisierung (Heizungsaustausch) richten. Im Neubau gibt es keine Einzelmaßnahmen mehr, hier werden Wärmepumpen im Rahmen der Effizienzhäuser gefördert. Damit richten sich die folgenden Ausführungen auf den Einsatz von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden (Gebäude, deren Bauantrag bzw. Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegt).

Fördervoraussetzungen bei Bestandsgebäuden

  • Für die Förderung notwendige Jahresarbeitszahl Sole/Wasser-Wärmepumpen in Wohngebäuden = JAZ 3,8. Die Jahresarbeitszahl ist der Maßstab für die Effizienz einer Wärmepumpenanlage.
  • Einbau eines Wärmemengenzählers
  • Einbau eines Stromzählers (bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen)
  • Durchführung des hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlage
  • Anpassung der Heizkurve an das entsprechende Gebäude
  • Bei Wärmepumpen mit Erdsondenbohrung muss das ausführende Bohrunternehmen gem. DVGW Arbeitsblatt W 120 zertifiziert sein.

Förderbedingungen im Neubau

Die wichtigsten Änderungen zum 1. Januar 2021:

  • Die Einzelförderung der Wärmepumpe im Neubau (ehem. Innovationsförderung) entfällt. Das betrifft Wasser/Sole-Wärmepumpen und besonders effiziente Luft-Wasser-Wärmepumpen
  • Eine weitere wichtige Neuigkeit: Bislang war der Ersatz von austauschpflichtigen Heizungen (ehem. § 10 EneV) von der Förderung ausgenommen – ab dem 01.01.21 kann dies gefördert werden
  • Für den Einsatz der Wärmepumpen in der Modernisierung verändern sich einige der technischen Mindestvoraussetzungen. Das betrifft insbesondere die Umstellung der zentralen Kenngröße für die Anlageneffizienz von der Jahresarbeitszahl zur „jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz“, die aus der Ökodesign-Verordnung stammt. Für Wärmepumpen, die im Rahmen von KfW-Effizienzhäusern gefördert werden, bestehen keine über die allgemeine Marktzulassung hinausgehenden Mindestanforderungen

WICHTIG: Seit dem 11.03.2015 wird in den speziellen Fördervoraussetzungen der MAP Richtlinien von der Bafa die sogenannte verschuldensunabhängige Versicherung für Erdwärmesondenbohrungen gegen unvorhergesehene Sachschäden vom Bauherrn obligatorisch gefordert. Die Versicherung muss zwingend vor Ausführung der Bohrung abgeschlossen sein. Eine Versicherungslösung wird von dem Versicherungsmakler Dr. Friedrich E. Hörtkorn GmbH https://geothermic.dr-hoertkorn.de/metageothermie/startseite-bohrlochversicherung.html angeboten.

Mit unserem professionellen Fördermanagement unterstützen wir Sie gerne bei der Antragsstellung und beantworten Ihre Fragen.

Zusätzliche Förderung für Erdwärmeheizungen

Mit dem Programm progres.nrw https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/p/progres_nrw_markteinfuehrung_breitenprogramm/index.php fördert die nordrhein-westfälische Landesregierung den Einsatz umweltfreundlicher Energietechniken. Zuschüsse werden für den Einbau erneuerbarer Heizsysteme, Wärmenetze, Energiespeicher und andere Maßnahmen bezahlt. Erdwärmeheizungen werden in Verbindung mit Sonden, Kollektoren und Brunnen gefördert:

  • Erdwärmesonden (bis 400 Meter Tiefe): 10 €/m im Bestandsbau, 5 €/m im Neubau
  • Erdwärmekollektoren: 6,5 €/m² im Bestandsbau, 3,25 €/m² im Neubau
  • Brunnenbohrungen für Grundwasser-Wärmepumpen (bis 400 Meter Tiefe): 1 € pro Liter  (Pumpenleistung pro Fördermenge)

Voraussetzungen für die Förderung ist die Auslegung der Anlage nach der VDI-Richtlinie 4640 und die fachgerechte Montage durch einen Fachunternehmer, die Entsprechung mit den wasserwirtschaftlichen Anforderungen des Landes und die Erfüllung der Mindestkriterien für die Jahresarbeitszahl des bundesweiten Marktanreizprogramms (3,8 bei Wohngebäuden, 4,5 bei Nichtwohngebäuden).

Die Förderperiode für das Förderprogramm progres.nrw – Markteinführung ist mit Datum vom 20. November 2020 beendet. 

Neue Anträge können voraussichtlich ab dem 4. Februar 2021 gestellt werden.

https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/p/progres_nrw_markteinfuehrung_breitenprogramm/foerdergrundlagen/richtlinie_progresnrw_markeinfuehrung_anhang.pdf