RTS Bielefeld

Kalte Nahwärmenetze

Wärmenetzsysteme 4.0: Versorgungskonzept für komplette Bau- und Sanierungsgebiete

Was ist ein kaltes Nahwärmenetz?

Wärmenetzsysteme 4.0 sind innovative Wärmeinfrastrukturen auf Basis von Wärmenetzen mit niedrigen Temperaturen. Die Wärmebereitstellung erfolgt unter Kriterien des Klimaschutzes und der perspektivisch kostengünstigen Wärmeversorgung überwiegend auf Basis von erneuerbaren Energien und Abwärme. Klassische Wärmenetze bewegen sich in einer Temperatur-Größenordnung zwischen 70 und 100°C. Als kalte Nahwärmenetze werden dagegen Wärme-Verteilnetze bezeichnet, die in die angeschlossenen Gebäude Vorlauftemperaturen von etwa 8 bis 20°C liefern können. Die Wärme wird über Rohrleitungen (Horizontalkollektor) verteilt, in denen ein frostbeständiges Wärmeträgermedium (Wasser-Sole Gemisch) zirkuliert. Der große Vorteil dieser Systeme ist, dass sie wegen ihrer niedrigen Temperaturen auf dem Weg durch das Leitungssystem wenig Energie verlieren, bzw. sogar aus dem Erdreich noch aufnehmen. Kalte Nahwärme ist energetisch gesehen sehr effizient, weil ca. 75% der erzeugten Energie vom Untergrund geliefert werden und nur ca. 25% über Strom für die Wärmepumpen bereitgestellt werden muss. Außerdem ist sie partiell gut erweiterbar und sehr anpassungsfähig, was sie für Baulagen prädestiniert, die bezüglich ihrer Entwicklung und ihres Verbrauchs mit Unsicherheiten behaftet sind (in erster Linie Neubaugebiete). Der große Vorteil kalter Nahwärmenetze besteht darin, dass die unerschöpfliche Energiequelle Erdwärme genutzt wird, um klimaschonend Raumwärme zu erzeugen. Gleichzeitig kann dasselbe System ohne zusätzlichen Stromeinsatz im Sommer zur Kühlung von Gebäuden eingesetzt werden. Die Wärmeversorgung ist zu 100% klimaneutral, wenn die Antriebsenergie für die Wärmepumpen aus erneuerbaren Quellen (z.B. PV Anlagen oder Windkraft) stammt.

Quelle: https://www.stadtwerke-warendorf.de

Kalte Nahwärme bietet für Versorger und Hausbesitzer viele Vorteile:

  • Hohe Versorgungssicherheit
  • Grundlastfähigkeit (Erdwärme ist tages- und jahreszeitenunabhängig verfügbar)
  • lukrative Bafa-Förderung
  • Kundenbindung durch Wärme/Kälte und Netznutzungs Contracting
  • Niedriger Primärenergiefaktor durch Anschluss an das Netz (Erfüllung EEWärmeG + EnEV-Vorgaben)
  • Niedrige Verbrauchskosten durch hohe Effizienz
  • CO² neutrale Wärmeversorgung
  • Kühl- und Wärmefunktion in einem System (free cooling)
  • Möglichkeit partieller Erweiterung von Bauabschnitten
  • Geringe Wartungs- und Servicekosten
  • Lange Lebensdauer (> 50 Jahre) der Sondenanlagen
  • Energieversorgung aus einer unerschöpflichen Quelle

Komplettleistungen aus einer Hand

Als erfolgreiches Fachunternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung im kommunalen Netzbau und einem großen Know-how im Bereich Erdbohrungen, bietet RTS bei der Planung und Konzeption von kalten Nahwärmenetzen den Kunden wertvolle Unterstützung. Wenn es um die technische Umsetzung geht, verbinden wir mit unserem Erfahrungsschatz in idealer Weise die Anforderungen aus der Horizontalverlegung der Kollektorleitungen mit den Erfordernissen aus der Erstellung der Sondenfelder. Gleichzeitig sind wir als Systemunternehmen in der Lage, auch die weiteren Versorgungs- und Telekommunikationsleitungen in einem Baugebiet zu verlegen. Für den Kunden bietet sich somit die Möglichkeit, den Koordinierungsaufwand zwischen einzelnen Gewerken auf ein Minimum zu beschränken. Ein weiterer Vorteil die Leistungen aus einer Hand zu beziehen, ergibt sich daraus, in möglichen Gewährleitungsfragen nur einen Ansprechpartner zu haben.